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Die Realschule Rheinau hat das "Wunsch-Führungsteam": Am vergangenen Freitag wurde in einer "feierlichen Dienstbesprechung", wie Rektor Gebhard Glaser die offizielle Amtseinführung bezeichnete, Christel Göttlich zur stellvertretenden Schulleiterin bestellt. Er selbst hatte dieses Amt inne, bis er im vergangenen Jahr zum Nachfolger des in den Ruhestand getretenen Rektors Helmut Mink ernannt wurde. Große Freude habe die Nachricht von der Ernennung von Christel Göttlich sowohl bei ihm, im Kollegenkreis aber auch bei Eltern und Schülern ausgelöst, vor allem auch weil es schon ungewöhnlich sei, dass beide Führungspositionen aus den eigenen Reihen besetzt würden. Schulrat Wolfgang Zink wertete dies hingegen als deutliches Zeichen dafür, dass in der Vergangenheit an der Realschule in Rheinau Hervorragendes geleistet wurde und dass man dem jetzigen Team das Innovationspotential zutraue, mit den anstehenden gesellschaftlichen Veränderungen fertig zu werden. Christel Göttlich kenne er als innovationsfreudige, engagierte Pädagogin, die sich dennoch durch Bodenständigkeit und Bodenhaftung auszeichne. Besonders dankte er ihr für ihre bisherige Arbeit im Fachbereich "naturwissenschaftliches Arbeiten", wo sie mit dazu beigetragen habe, dass er sich im Schulamtsbezirk etabliert habe.
Doch dies ist nur ein Teil ihres engagierten Schaffens, wie aus der von Rektor Gebhard Glaser vorgetragenen Vita hervorgeht. In einer Realschule in Freudenstadt hat sie die Mittlere Reife gemacht, ging dann aufs Gymnasium und anschließend an die PH in Freiburg. Übrigens ein Grund, weshalb sie die Realschule so liebt. "Ich kämpfe für die Realschule, weil ich weiss, dass Schüler, die sich vielleicht später entwickeln, auch noch eine Chance zum Abitur haben", sagte sie später in ihrer Laudatio. Die ersten Dienstjahre verbrachte sie in Öhringen, später ging sie zurück nach Freudenstadt und nach einem fünfjährigen Erziehungsurlaub ist sie seit 15 Jahren an der Realschule in Freistett. Engagement über das geforderte Maß hinaus zeichnen sie aus. Sie arbeitete sich in das neue Fach Mensch und Umwelt ein, absolvierte die Ausbildung zur Multimediaberaterin und führte schließlich in diesem Bereich Lehrerfortbildungen durch. Sie ist Fachberaterin für das neue Fach "naturwissenschaftliches Arbeiten" und hat außerdem seit einigen Jahren zunehmend Aufgaben im Bereich der Schulorganisation übernommen. Die Mitarbeit bei der Erstellung des Stundenplanes, die Erstellung der Vertretungspläne, die Mitarbeit bei der Erarbeitung des Schulcurriculums und jüngst die Mitwirkung bei der Erstellung einer pädagogischen Konzeption für Ganztagesangebote am Schulstandort Freistett sind nur weitere Beispiele für ihre großes Engagement. Dazu komme, so Glaser ihr kollegialer und durch Teamarbeit geprägter Arbeitsstil. Sie selbst liefert dafür einen Grund: "Die Realschule Freistett ist ganz speziell meine Schule, ich bin ein Teil von ihr und von Freistett", sagt sie, dankt dem Rektor Glaser und dem Kollegium für die Unterstützung und besonders auch ihrem einstigen Vorgesetzten Helmut Mink, "er hat mir die Schubse gegeben". Sie werde alles tun, die in sie gesetzten Erwartungen zu erfüllen.
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