Schulklasse betreibt Völkerverständigung vor Ort

Auf Einladung der Bundeswehr erhielten Schülerinnen und Schüler der Klasse 9b von der Realschule Rheinau Einblick in die Arbeit der Deutsch-Französischen Brigade in Müllheim. Zusammen mit dem Klassenlehrer Harald Schilling und dessen Kollegin Petra Bürkle wurde die Schülergruppe von Hauptfeldwebel Fischer empfangen, der auch die Brigade und ihre Geschichte in einem Vortag vorstellte. So erfuhren die Schülerinnen und Schüler, dass sich die seit 1992 in der Robert-Schuman-Kaserne in Müllheim befindende Brigade als Instrument zur Friedenssicherung sieht, was sie in Auslandseinsätzen bereits mehrfach unter Beweis stellen konnte. Nach dem Vortrag konnte man sich bei einer Kasernenführung noch den Fuhrpark ansehen, bevor die Gruppe auf Einladung der Bundeswehr Einblicke in die Kochkünste der Küche gewann. Hier war die Überraschung recht groß, da man unter Kasernenessen nicht so abwechslungsreiche und wohlschmeckende Kost erwartet hatte.

Am Nachmittag stand dann der zweite Punkt auf dem Programm. Zusammen mit Major Lenhardt vom französischen Teil der Brigade ging es in die Vogesen zu den ehemaligen Schlachtfeldern am Hartmannsweilerkopf. Hier wurden die Frontlinien der deutschen wie französischen Truppen erkundet, während Major Lenhardt immer wieder interessante Informationen für die Schülergruppe parat hatte. Unterstände, Geschützstellungen und Schützengräben boten einen eindrucksvollen Einblick in die Grausamkeit und Sinnlosigkeit des Krieges. So sahen die Schülerinnen und Schüler deutsche und französische Schützengräben, die nur wenige Meter auseinander lagen. Der Besuch des Soldatenfriedhofes veranschaulichte ebenfalls die Auswirkungen des Krieges recht eindrucksvoll.

Major Lenhardt, der sich auch im Dienst und in der Freizeit der Pflege dieses historischen Ortes widmet, bat abschließend die Jugendlichen, aus diesem geschichtlichen Irrsinn zu lernen und der Völkerverständigung im eigenen Leben Raum zu geben.