Neue Spezialisten für Erste Hilfe an der Schule

An bundesdeutschen Schulen ereignen sich jedes Jahr mehr als eine Million Schulunfälle. Oft sind die ersten Minuten entscheidend für den Erfolg der Hilfeleistung. An der RS Rheinau helfen seit diesem Schuljahr 12 Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter, die Folgen dieser Unfälle zu vermindern.

Um die Sicherheit der Schule zu verbessern, hat die Realschule Rheinau in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz einen Schulsanitätsdienst ins Leben gerufen. Den offiziellen Startschuss gab am im Oktober Schulleiter Gebhard Glaser in Anwesenheit von Andreas Hamm, Ausbilder des DRK-Kreisverbands Kehl, Herr Harald Schilling, dem Kooperationslehrer der Schule und Arno Knee von der Barmer Krankenkasse, der den Schülern das nötige Rüstzeug, eine Schulsanitätstasche, übergab.

An der Realschule Rheinau sind nun 12 Schülerinnen und Schüler bereit, im Falle eines Unfalles sofort Erste Hilfe zu leisten. „Auf ihren Einsatz vorbereitet wurden sie durch eine fundierte Erste-Hilfe- Ausbildung“, erklärte Schulleiter Glaser. „Für unsere Schule bedeutet dies auf jeden Fall einen Zuwachs an Sicherheit.“ Kooperationslehrer Harald Schilling der AG Schulsanitätsdienst ergänzte: „Damit wird aber nicht nur unsere Sicherheit erhöht. Auch für die Schülerinnen und Schüler bietet dieses Projekt eine tolle Chance, schließlich übernehmen sie hier Verantwortung und lernen, damit umzugehen.“


Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter können alle Schülerinnen und Schüler werden, die erfolgreich eine Erste- Hilfe- Grundausbildung mit 8 Doppelstunden und eine zusätzliche Schulsanitätsdienstausbildung absolviert haben. Die „Schulsanis“ kümmern sich nicht nur um die Wartung und Pflege der Materialien und versuchen, Gefahrenpotentiale zu verringern, sondern sie vertiefen und erweitern ihr Wissen um die Erste Hilfe ständig. Auch auf Schulfesten und anderen schulischen Veranstaltungen kommen sie ständig zum Einsatz. In den Pausen sieht man sie mit ihrer roten Schulsanitätstasche, die von der Barmer Krankenkasse gestiftet wurde, über den Schulhof „patrouillieren“. Natürlich immer mit einem offenen Auge für brenzlige Situationen. Den Schülerinnen und Schülern macht es Spaß, und die Schule profitiert von der Erhöhung der Sicherheit, die dieses vom Jugendrotkreuz initiierte Projekt bedeutet. „Unsere langjährige Erfahrung zeigt, dass die Zahl der Unfälle an Schulen mit Schulsanitätsdiensten rückläufig ist“, bestätigt Petra Unterberg, die Schulsanitätsdienstbeauftragte des DRK- Kreisverbandes Kehl.