|
Realschüler holten diesmal den 2. Preis beim NANU-Landeswettbewerb
Der NANU-Wettbewerb geht auf eine Initiative des Kultusministeriums zurück und hat es sich zum Ziel gesetzt, die Schüler dafür zu motivieren, Themen aus Fächerverbünden wie "Naturwissenschaftliches rbeiten" (NWA) aufzugreifen und unter weiteren Fragestellungen zu bearbeiten. Die Klasse 9a entschied sich dafür, das Thema "Rauchen", das in der Presse derzeit heftig diskutiert und auch an der Schule nach wie vor ein Thema ist, projektartig zu bearbeiten. Ziel der Bearbeitung des Themas war es, dabei aufzuzeigen, welche Kompetenzen bereits erworben wurden und für die fachinterne Überprüfung zu üben. In einer Initiativphase wurden zahlreiche Fragestellungen aufgegriffen - von der Wirkung der Zigarette im Körper bis zu den Folgen für den Passivraucher, von Lungenkrebs und anderen Folgeerkrankungen bis zum Tabakanbau und zur Suchtproblematik. Ausgehend davon wurden dann sieben Expertengruppen gebildet, die sich intensiv mit einem Themenkomplex beschäftigten. Da wurden die Folgen für das Nervensystemund die Wirkung des Nikotins beleuchtet, die Psychologie des Rauchens thematisiert, Zigaretten, Zigarren, Pfeife und Sisha in ihrer Wirkung für den Konsumenten verglichen und an einer künstlichen Lunge getestet. Eine Umfrage an der Schule brachte interessante Ergebnisse, auch auf die Geschichte des Rauchens ging eine Gruppe ausführlich ein. Ergänzend gab es einen Besuch im Tabakmuseum, zum Weltnichtrauchertag im Mai wurde an der Schule die Ausstellung "rauchfrei" gezeigt. "Ein Ziel haben wir nicht erreicht", so Rafael Baumert, der zusammen mit Lisa Zimpfer und Paul Heemann für die Präsentation der Ergebnisse verantwortlich war, "nämlich das, eine rauchfreie Klasse zu bekommen. Dennoch habe man die Hoffnung, dass der eine oder andere darüber nachdenkt, was er mit der täglichen Zigarette antut, auch wenn es cool ist. Bei der abschließenden Präsentation wurde deutlich, dass 34 Prozent der Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 10 rauchen und viele gar nicht ans Aufhören denken. Daraus ergab sich dann auch der Name des Projektes: "Da raucht der Kopf".
Insgesamt 10 Gruppen wurden zur Präsentation ihres Projekts zum Finale des Landesentscheids in die Sporthalle der Dollinger-Realschule nach Biberach eingeladen, aus Baden war neben der Realschule Rheinau lediglich die Emil-Dörle-Realschule aus Herbolzheim dabei.Drei Schüler und eine Lehrkraft waren zugelassen, und so machte sich Silke Kraft mit den Neuntklässlern Lisa Zimpfer, Rafael Baumert und Paul Heemann für zwei Tage auf den Weg nach Biberach. Insgesamt dreimal wurde das Projekt einer dreiköpfigen Jury vorgestellt, bestehend aus einem Chemiker, einem Physiker und einem Biologen. Der 2. Platz brachte nicht nur ein Preisgeld von 500 Euro für die Klassenkasse, die ganze 9a hat auch bei den Science Days im Europapark Rust freien Eintritt. |