Kooperationsvereinbarung wurde unterzeichnet
Im Schulprogramm der Realschule Rheinau steht der Satz, dass die Schule eine
verstärkte Zusammenarbeit mit der örtlichen Wirtschaft anstrebt, das rief Gebhard
Glaser als Schulleiter zum Auftakt der Feierstunde am Dienstagvormittag in Erinnerung.
Mit dem Kooperationsvertrag zwischen der Schule und der Firma Zimmer Technische
Werkstätten GmbH, der im Rahmen der Feier unterzeichnet wurde, erhält diese
Zusammenarbeit eine neue Dimension und Qualität.
Nach der musikalischen Eröffnung durch ein Querflöten-Duett begrüßte Glaser zu dieser
Feier im Foyer der Schule neben Günther Zimmer, einem der beiden Chefs des sehr
innovativen und aufstrebenden Unternehmens auch den Ausbildungsleiter Uli Scheer
sowie Silke Möller vom Institut Unternehmen & Schule GmbH Kurs 21 Baden-Württemberg,
die diese Kooperationsvereinbarungvorbereitete. Mit dabei waren auch Vertreter von
Elternbeirat und Förderverein, die Klassensprecher aller Klassen sowie die
Schülerinnen und Schüler der beiden 8. Klassen, die im kommenden Jahr erste Nutznießer
der Vereinbarung sein werden, sowie das Kollegium. "Die Realschule ist eine Schulart,
deren Inhalte sich stark an den realitäten orientieren und offen ist für neue
Entwicklungen", betonte Glaser. Ziel sei es, Schülerinnen und Schüler zu entlassen
als Persönlichkeiten, die sich in der sich ständig ändernden Welt zurechtfinden.
Ein Baustein dazu sei die Öffnung der Schule und die enge Zusammenarbeit mit der
heimischen Wirtschaft, die nicht nur der Schule, sondern auch den beteiligten
Unternehmen Vorteile bringt.
Silke Möller stellte die Initiative Kurs 21 Baden-Württemberg kurz vor. "Unser
Ziel ist es, Unternehmen und Schulen besser miteinander zu vernetzen - vor allem
durch langfristige Partnerschaften zwischen einer Schule und benachbarten Unternehmen",
betonte sie. Auf der Basis einer verbindlichen Kooperationsvereinbarung werden die
Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sich Schülerinnen und Schüler in verschiedenen
Fächern mit dem Partnerunternehmen beschäftigen und es so intensiv kennen lernen.
Ökonomische Zusammenhänge werden dadurch konkretisiert und greifbar. Nach einer
kurzen Beschreibung ihrer bisherigen Arbeit als Moderatorin und bei der Ausarbeitung
der Kooperationsvereinbarung verwies sie darauf, dass sie nach einem Jahr auch eine
Evaluation durchführen wird, um so dazu beizutragen, dass die Zusammenarbeit einen
langfristigen Charakter hat.
"Wir haben die Anregung der Realschule gerne aufgegriffen", hob Günther Zimmer
in seiner Ansprache hervor. Wichtig sei es, dass Jugendliche einen Beruf finden,
in dem sie glücklich sein können - und hier bei der Entscheidungsfindung zu helfen
sei Ziel der Vereinbarung. Entscheidend sei es, die Kooperationsvereinbarung auch mit
Leben zu erfüllen. Jedes Unternehmen brauche ausgebildete Fachkräfte, um in Deutschland
als Standort bestehen zu können, dies gelte gerade auch für den Maschinenbau. Auch
für Schülerinnen und Schüler, die sich für die Metallbranche interessieren, gebe es
auf der Grundlage der Ausbildung als Industriemechaniker viele Möglichkeiten - vom
Meister oder Techniker bis hin zum Ingenieur, der von der Praxis her immer Vorteile
hat. Er ermutigte Schülerinnen und Schüler, an den angebotenen Projekten teilzunehmen.
Bei dieser Gelegenheit stellte er Uli Scheer als Ausbildungsleiter der Firma Zimmer vor
und machte deutlich, dass dieser im kommenden Jahr 35 Auszubildende zu betreuen hat -
vor 3 Jahren waren es gerade einmal 8, eine weitere Steigerung der Ausbildungszahlen
sei vorgesehen.
Als Betreuer der kommenden Partnerschaft erinnerte Harald Schilling an eine Aussage
des damals noch Bürgermeister-Kandidaten Welsche: er freue sich auf das, was ihn
erwartet. Genau das sei auch seine Einstellung zur anstehenden Kooperation mit der
Fa. Zimmer. Neben kurzfristigen Zielen wie der Durchführung von Betriebserkundungen und
der Mitarbeit in der Lehrwerkstatt skizzierte er auch mittel- und langfristige Ziele bis
hin zu einer echten, langfristigen Partnerschaft, in der das Unternehmen konkrete
Lernfelder im Rahmen der Bildungspläne aufzeigt und die Schule eine erweitertes und
attraktives Lernumfeld bieten kann.
Nach weiteren Musikstücken der Flöten-und Klarinettengruppen wurde der
Kooperationsvertrag feierlich unterzeichnet. Zum Abschluss bestand bei einem
kleinen Stehempfang im Zeichensaal Gelegenheit, auf die Kooperationsvereinbarung
anzustoßen.
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