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Gemeinschaftskunde aktuell und lebendig - unter diesem Aspekt waren die Kandidatinnen
und Kandidaten für die bevorstehende Bürgermeisterwahl am Dienstagvormittag in die
Realschule eingeladen, um sich den Fragen von Schülerinnen und Schülern der Klassen 9
und 10 zu stellen. Rektor Gebhard Glaser bezeichnete es bei der Begrüßung als sehr
erfreulich, dass die Zusagen für eine Teilnahme an der Veranstaltung sehr spontan
erfolgten. Anwesend waren Sybille Hochberger, Thomas W. Stumpf und Michael Welsche.
Für Bernhard Falk, der aus beruflichen Gründen nicht teilnehmen konnte, waren seine Frau
und ein Sohn gekommen, um die Fragen aufzunehmen, die Antworten sollen den Schülern
noch schriftlich mitgeteilt werden, so ihre Zusage. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde war die Jugendarbeit in der Gemeinde ein erster Schwerpunkt. Hier ging es unter anderem um den Bolzplatz in Rheinbischofsheim und um Treffpunkte für die Jugendlichen, um die finanzielle Unterstützung der Jugendtreffs und um die Frage, ob Sozialarbeiter oder „Streetworker“ notwendig sind. Kandidaten und Kandidatin waren sich weitgehend einig, dass es bei allen ehrenamtlichen Engagement nicht ohne Unterstützung der Gemeinde geht, diese sollte aber transparenter gemacht werden. Aufgabe der Jugendlichen sei es aber auch, ihre Bedürfnisse und Interessen deutlich zu machen, damit diese in den Ortsteilen aufgegriffen werden, wo Lösungen und Projekte umgesetzt werden können. Großes Interesse fanden natürlich auch die Vorstellungen der Bewerber um das Bürgermeisteramt im Hinblick auf die Schule. Alle Schulen in Rheinau haben den gleichen Stellenwert, wurde betont, nachdem in letzter Zeit viel Geld in den Ausbau des Gymnasiums floss, seien in Zukunft wichtige Investitionen in den anderen Schulen im Vordergrund. Vorsichtig waren die Äußerungen im Hinblick auf die Raumsituation der Realschule. Natürlich müsse zügig eine Lösung gefunden werden, es sei aber zu prüfen, wie sich der voraussichtliche Bedarf in den kommenden Jahren entwickelt. Die Situation in den oft überfüllten Schulbussen kam ebenso zur Sprache wie fehlende Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Hierfür seien Mittel im Haushalt bereitgestellt, so Glaser, im Hinblick auf die Neugestaltung des Marktplatzes solle noch der Abschluss der Rohbauarbeiten abgewartet werden. Kritische Anmerkungen von Schülern galten auch der Sicherheit von Radwegen. Zu Fragen nach der Ganztagsschule machten die Bewerber deutlich, dass ein solches Angebot als Chance gesehen werden sollte. Bei den Fragen zu den Ortsteilen stand dann eine breite Palette von Themen zur Debatte - vom den Zustand der Halle in Helmlingen über den Schwerlastverkehr auf der B 36 und fehlende DSL-Anschlussmöglichkeiten. In den Schlussworten gab es Komplimente aller Kandidaten an die Schülerinnen und Schüler für ihr Interesse an der Kommunalpolitik. Einig waren sich die Bewerber auch in dem Wunsch, dass dieses Engagement auch in Zukunft erhalten bleibt, denn Ziel sei es, die Bürgerinnen und Bürger aller Altersstufen stärker in das kommunalpolitische Geschehen einzubeziehen. |