Abschlussfeier

„Sechs Jahre Klassenkampf – nichts für Feiglinge“, mit diesem Motto verabschiedeten sich die 53 Schülerinnen und Schüler der Rheinauer Realschule von ihrer Schulzeit. 12 von ihnen haben einen Schnitt von 2,0 und besser erreicht, auch der Gesamtdurchschnitt von 2,5 liegt deutlich über dem Landesdurchschnitt. In Anlehnung an die Oskar-Preisverleihung erfolgte in der mit Gold und Glamour festlich geschmückten Stadthalle die Verleihung des „goldenen Feiglings“ in den unterschiedlichsten Kategorien, wobei die Schülerinnen und Schüler dabei sehr viel Kreativität haben walten lassen.

„Das Fundament für euer Haus der Zukunft ist fertiggestellt“ hatte ihnen zuvor Rektor Gebhard Glaser mit auf den Weg gegeben, ein Fundament auf dem es jetzt gelte das eigene Lebenshaus aufzubauen. Bei manchen wird es schnell ein großes und schönes Haus werden, manche werden etwas länger brauchen, aber alle haben sie jetzt die Chance, bei dem sich abzeichnenden Mangel an guten und qualifizierten Fachkräften ihren Hausbau voranzutreiben. Mut, Selbstvertrauen, Optimismus, Neugier und vor allem auch Eigeninitiative und Stehvermögen gehören ebenso dazu wie ein Stück Gelassenheit. „Wir können die Zukunft selbst gestalten mit dem was wir tun und mit dem was wir nicht tun“, zitierte die Elternbeiratsvorsitzende Doris Hertweck den ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau aus seiner Berliner Rede. Das gelte vor allem auch für die Jugendlichen, die jetzt das Gelernte Wissen für sich nutzen müssen. Dass die Rheinauer Realschule ihre Schülerinnen und Schüler gut auf den jetzt beginnenden Lebensabschnitt vorbereitet hat, war schon eingangs deutlich geworden, als Konrektorin Christel Göttlich traditionsgemäß das zurückliegende Jahr hatte revue passieren lassen. Inspiriert vom äußeren Rahmen verlieh auch sie eine Art „Oscars“, zuallererst natürlich für die beiden Abschlussklassen selbst, die Eltern, den Förderverein, die Klassenlehrer und Begleitpersonen, die mit ihren Klassen auf Studienfahrten und Schullandheimaufenthalte waren. Ein weiterer Oskar habe das im Mai gefeierte 40jährige Realschuljubiläum verdient, das zu einem absoluten Highlight im Schulleben geworden sei. Ein Oskar ging an die Vorsitzende der Landfrauen Beate Müller, die für Schüler der 9. Klasse zweimal den Haushaltsführerschein durchgeführt hatte, aus denen zwei Kochkurse hervorgingen, in denen die Schülerinnen und Schüler lernen, mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln kleine Gerichte zu zaubern. Ein Höhepunkt steht in diesem Schuljahr noch bevor, wenn die mit Unterstützung der Handwerksammer Freiburg ausgearbeitete Lernpartnerschaft zwischen der Firma Technischer Werkstätte Zimmer und der Realschule unterzeichnet wird.

Eine herzliche Gratulation für die Entlassschüler kam von Bürgermeister Michael Welsche, der sich noch immer beeindruckt zeigte von der Jubiläumsfeier im Mai, wo deutlich wurde, dass es sich lohne, gemeinsam für ein Ziel zu arbeiten und sich einzusetzen. Er wiederholte sein Angebot an die Jugendlichen, sich auch in der Gemeinde einzubringen und mit zu gestalten in dem geplanten Jugendgemeinderat, als Kandidat und als Wähler. Mit Freude aufgenommen wurde seine Botschaft, dass nach dem sicher wichtigen Ausbau des Gymnasiums nun der Fokus auf die Hauptschulen und Realschule gerichtet werden soll. Hier sehe er Nachholbedarf, „der uns die nächsten Jahre beschäftigen wird“.

Der Zeugnisausgabe, die beide Klassenlehrer Wolfgang Beyrer und Harald Schilling sehr individuell gestalteten, folgte natürlich die weitere Auszeichnung besonderer Leistungen. Schulbeste war mit einem Notendurchschnitt von 1,2 Marina Walter. Weitere Preise für einen Notendurchschnitt zwischen 1,0 und 1,6 gingen an Vanessa Parpart, Marine Lucina, Stephan Lorenz und Melanie Kress. Ein Lob für einen Notendurchschnitt zwischen 1,7 und 2,0 erhielten Nicole Schneider, Raphael Fresl, Savanna Schindler, Theresa Ell, Jennifer Appenzeller, Patrick Zimpfer und Alina Jastrow. Einen Fachpreis in Mathematik mit der Traumnote 1,0 erhielten Thomas Schäfer und Vanessa Parpart. Von der Firma Zimmer neu gestiftet wurde der Fachpreis in Technik/Physik. Er ging an Stephan Lorenz und Christian Focht und der seit Jahren von der Apotheke Helfer gestiftete Preis für Soziales Engagement ging an Marina Walter und Nicole Schneider.

Umrahmt hatten die Feier das Bläserensemble und der Chor der Schule und Chor, sowie Clarisse Quissua aus der Klasse 9c, die mit ihrem Solopart die Besucher mit ihrer kraftvollen Stimme beeindruckte.

Der zweite Teil des Abends lag in der Hand der Entlassschüler. Marina Walter dankte allen, Lehrern und Eltern für die bisherige Begleitung. „Ich wünsche uns allen, dass wirnicht aufhören zu lernen und über den Tellerrang zu schauen“, schloss sie ihren Rückblick auf 6 Jahre gemeinsamer Zeit. Pascal Möst und Patrick Zimpfer führten anschließend durch die „Nacht des Goldenen Feiglings“, gespickt mit viel Heiterem, mit einem Bilderrückblick auf die Berlin-Reise und als Stargast des Abends präsentieren sie den Referendaren der Schule Felix „Elvis“ Schneider, der mit dem King die Halle zum Toben brache.


Die Preisträger v.l. Schulleiter Gebhard Glaser, Christian Focht, Stephan Lorenz, Vanessa Parpert, Melanie Kreß, Marine Lucina, Schulbeste Marina Walter, Thomas Schäfer, Nicole Schneider und Konrektorin Christel Göttlich