Vierstelliger Betrag für Schulapotheke in Burundi
"Jede Bahn bringt Geld für einen guten Zweck" - das war die Devise beim 2.
Benefizschwimmen der Realschule im Freistetter Hallenbad. Welcher Betrag insgesamt
zusammengekommen ist, steht noch nicht genau fest. Die Verantwortlichen von SMV und
Fachschaft Sport rechnen wieder damit, dass ein deutlich vierstelliger Betrag
zusammenkommen wird.
Um 8 Uhr am Donnerstag Morgen fiel der Startschuss der Aktion. In 40 Minuten galt
es möglichst viele Bahnen zu schwimmen. Eltern und Verwandte, aber auch Freunde und
Bekannte sowie Firmen wurden bereits im Vorfeld dafür gewonnen, jede gewonnene Bahn
mit einem bestimmten Betrag zu honorieren. Gedacht war dabei in ersten Linie an
kleinere Beträge, aber je nach Zahl der geschwommenen Bahnen kam dann doch ein
hübsches Sümmchen zusammen.
Den Auftakt am Donnerstag die Sechstklässler mit ihren Sportlehrerinnen Annette
Kleitsch und Bea Hartmann. Zunächst sprang die 6 a ins Wasser, und die Parallellklasse
6b zählte die Bahnen, dann wurde gewechselt, anschließend waren die 7. Klassen an der
Reihe. Auch einige Lehrkräfte beteiligten sich an dem Benefizschwimmen.
Es war schon beachtlich, was da an Bahnen geschwommen wurde, einige Schülerinnen
und schüler lagen im Bereich von über 40 Bahnen. Als dann am Donnerstag Mittag die
Zehntklässler an der Reihe waren, wackelten auch die Schulrekorde vom ersten
Benefizschwimmen von vor 3 Jahren. Sina Acker schraubte die neue Bestmarke bei
den Mädchen auf 63 Bahnen, auf tolle 76 Bahnen brachte es Stefan Hofmann als bester
Schwimmer bei den Jungen.
Am Freitag hatten dann die Klassen 5, 8 und 9 Gelegenheit, sich beim Benefizschwimmen
für ein Projekt der Family Life Mission e.V. in Burundi einzusetzen. Hier entstand 1994
das Habakuk-Zentrum, eine Einrichtung mit Schule, die nach den Zerstörungen des
Bürgerkrieges wieder aufgebaut wurde. Die Initiative, die Kinder schon im
Grundschulalter in das Zentrum zu integrieren und hier zu betreuen entstand einfach
deshalb, weil zahlreiche arme Kinder oder Waisenkinder täglich in den Straßen
herumlungerten und um Essen bettelten. Jetzt sind es 150 Kinder, die sich regelmäßig
im Zentrum treffen, betreut werden sie von 3 Lehrern, einer Assistentin und einer
Köchin, die den Brei kocht, den die Kinder um 10 Uhr zu essen bekommen. Es fehlt noch
einiges im Habakuk-Zentrum, so zusätzliche Schulräume für Grundschulkinder, eine
Haushaltsschule für Kinder und eine Apotheke, damit man nicht mehr mit kranken Kindern
in die 65 Kilometer entfernte größere Stadt fahren muss. Für die Einrichtung und
Ausstattung dieser Schulapotheke und für die medizinische Grundversorgung des
Habakuk-Zentrums in einem der ärmsten Länder der Welt ist der Erlös des 2.
Benefiz-Sponsoren-Schwimmens der Realschule Rheinau bestimmt.
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