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Kalt war es und regnerisch, aber das störte die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a der Freistetter Realschule nicht, als sie sich gut eingepackt mit dem Fahrrad auf dem Weg zum Ökomobil des Regierungspräsidiums Freiburg machten. Natürlich nicht nach Freiburg, das Ökomobil machte auf Antrag von Konrektorin Christel Göttlich Station am Werhag-Parkplatz zwischen Freistett und Memprechtshofen.
Am 10. Juni wird der Tag der Artenvielfalt begangen. Daran will sich auch die Rheinauer Realschule aktiv beteiligen und so war ein Schwerpunkt jetzt auch das Bestimmen von Arten. Ausgerüstet mit Köcher machten sich die Kids auf den Weg, um am Wasserrand, im Schilf und auf dem Boden nach Lebewesen zu suchen. Und sie staunten nicht schlecht, was sie da alles fanden. Die Bestimmung unter der Stereolupe hätte spannender nicht sein können: Scharfe Tellerschnecke, Wasserskorpion, Köcherjungfer, Libellenlarve, langfühlerige Schnauzenschnecke, Furchenschwimmer, braunfüßiger Teichkäfer, Keulenschwimmkäfer, war später auf der Tafel zu lesen. Spielerisch lernten sie aber auch, was das Zusammenspiel der verschiedenen Arten bedeutet. Verbunden mit einer Schnur stellte jeder etwas anderes dar, ein Schilfrohr, eine Weide, eine Wasseramsel. Am Ende sah das Schnurgespann aus wie ein riesiges Spinnennetz. In der Mitte die Spinne, sicher gehalten. Doch man stelle sich vor, eine Batterie fällt ins Wasser. Das mag die Wasseramsel nicht, und so ließ sie die Schnur fallen. Es entstand ein Loch. Dann wurden andere Arten zu schwach zum Halten oder es kam weitere Verschmutzung hinzu, und nach und nach fiel das ganze Netz in sich zusammen. So wurde spielerisch klar, dass es vieler einzelner Teile bedarf, um das ganze System aufrecht zu erhalten. Das Ökomobil kommt übrigens noch einmal nach Freistett, dann zur Klasse 6b. |